11 PRODUKTIONSKOSTEN

MERKZETTEL


Gesetz des Angebots (law of supply):
Ceteris paribus steigt die angebotene Menge mit dem Preis
Das Gesetz des Angebots setzt voraus, dass alle Rahmenbedingungen gleich bleiben, aber der Preis für das angebotene Gut ansteigt. In dem Moment ist das Gut für den Verkäufer als Anbieter sehr interessant, weil der Ertrag sich erhöht. Damit steigt die Motivation, die Güter zu verkaufen und als Konsequenz auch die Angebotsmenge.
an spricht daher auch davon, dass die Angebotsmenge positiv vom Preis abhängig ist. Das bedeutet, dass bei einem sinkenden Preis die Angebotsmenge ebenfalls sinkt, weil der Ertrag sich reduziert, steigt der Preis, dann will man mehr verkaufen, um Umsatz und Gewinn zu steigern. Diese Aussagen gelten immer dann, wenn alle anderen Randbedingungen gleich bleiben.


Angebotskurve:
Beziehung zwischen dem Preis eines Guts und der Angebotsmenge
Angebotskurve hat im Normalfall positive Steigung


Gleichgewicht (equilibrium):
Zustand, bei dem Angebot und Nachfrage gleich sind
Angebot = Nachfrage


Gleichgewichtspreis (equilibrium price):
Preis, der Angebot und Nachfrage zur übereinstimmung bringt


Gleichgewichtsmenge (equilibrium quantity):
Angebotene und nachgefragte Menge beim Gleichgewichtspreis


Gesetz von Angebot und Nachfrage:
Preisanpassungen führen zur Angleichung von angebotener und nachgefragter Gütermenge


Explizite und implizite Kosten
Explizite Kosten: Ausgaben fr Inputs Implizite Kosten: Verursachen keine direkten Zahlungen
Beispiele: Kosten für Eigenkapital, potentieller Ertrag alternativer Investitionen


Wirtschaftlicher Gewinn (economic prots):
Gesamterlöse minus gesamte Opportunitätskosten der Produktion Opportunitätskosten beinhalten explizite und implizite Kosten ökonomisch wichtige Größe


Buchhalterischer Gewinn (accounting prots):
Gesamterlös minus explizite Kosten Wirtschaftlicher Gewinn kleiner als buchhalterischer Gewinn


Produktionsfaktoren / Inputs:
Land, Arbeit, Kapital


Produktionsmöglichkeitenmenge (production set):
Technisch machbare Produktionsmglichkeiten


Produktionsfunktion (production function):
Maximal mglicher Output fr gegebene Inputs Output Q = f (x1,x2,...,xn) fr Inputs x1,x2,...,xn


Grenzprodukt (marginal product):
Zusätzlicher Output durch eine zusätzliche Einheit eines Inputfaktors


Abnehmendes Grenzprodukt
Zusätzliche Einheiten eines Inputfaktors produzieren immer weniger zusätzlichen Output (bei gegebenem Einsatz der anderen Inputs) Steigende, aber konkave Produktionsfunktion




Skalenerträge (returns to scale):
Zusätzlicher Output, wenn alle Input-Faktoren um denselben Faktor steigen?




Konstante Skalenerträge:
f (tx1,tx2,...,txn) = tf (x1,x2,...,xn) Beispiel: Replizierung des ursprünglichen Produktionsprozesses
Output=Input
Bei steigendem Output bleiben die Durchschnittskosten konstant






Zunehmende Skalenerträge:
f (tx1,tx2,...,txn) > tf (x1,x2,...,xn) Häufig bei kleiner Produktionsmenge
Output > Input
Bei steigendem Output sinken die gesamten Durchschnittskosten


Abnehmende Skalenertrge:
f (tx1,tx2,...,txn) < tf (x1,x2,...,xn) Ungewöhnlich, falls alle Inputs vervielfacht werden
Output < Input
Mit steigendem Output erhöhen sich die gesamten Durchschnittskosten


Gewinnmaximierung:
Optimaler Punkt auf Produktionsfunktion ...
... unter Beachtung des Output-Preises (Verkaufspreises) und der Preise (Kosten) der Inputs


Gesamtkostenkurve (total cost curve):
Zusammenhang zwischen Produktionsmenge und Gesamtkosten
Konkave Produktionsfunktion ergibt konvexe Kostenfunktion C (Q)


Gewinnmaximierung und Kostenminimierung


Produktionskosten
können in fixe und variable Kosten aufgeteilt werden
Fixe Kosten: Verändern sich nicht mit der Produktionsmenge
Variable Kosten: Verändern sich mit der Produktionsmenge


Gesamtkosten C (Q) = Fixkosten (FK) + Variable Kosten (VK)




Grenzkosten (marginal costs):
Zunahme der Gesamtkosten bei Herstellung einer zusätzlichen Einheit
Die Grenzkosten geben die Veränderung der Kosten bei Erhöhung der Produktion um eine Einheit an.
Zwischen den variablen Kosten und den Grenzkosten besteht ein Zusammenhang. Da sich die Fixkosten bei einer Veränderung des Produktionsniveau nicht ändern, sind die Grenzkosten gleich der Änderung der variablen Kosten infolge einer zusätzlichen Outputeinheit.
Transformationskurve oder Produktionsmglichkeitenkurve (production possibility frontier):
Output-Kombinationen, die bei Einsatz der verfgbaren Produktionsfaktoren und -methoden produzieren werden knnen Gesamtwirtschaftliche Perspektive Verlauf abhngig von Produktionsfunktionen (!Grenzprodukt)


→ Grenzkosten = Differenz zwischen alten variablen Kosten und neuer VK


Steigende Grenzkosten (!kurzfristig)
  • Grenzkostenkurve hat positive Steigung: ∂GK ∂Q = ∂2C(Q) ∂Q2 > 0
  • Konvexe Kostenfunktion C (Q)
  • Grund: Fixe Faktoren beschränken die Produktionsmöglichkeiten


Bezug zu abnehmendem Grenzprodukt
Produktionsfunktion acher mit zunehmender Produktionsmenge


Bei steigenden Grenzkosten:
  • Durchschnittliche Gesamtkostenkurve ist U-förmig (U-shaped)
  • Hohe durchschnittliche Fixkosten bei geringem Output
  • Hohe durchschnittliche variable Kosten bei hohem Output
  • U-förmige Durchschnittskostenkurve weist Minimum auf
  • Niedrigstmögliche durchschnittliche Produktionskosten
  • Zugehöriges Outputniveau entspricht effizienter Produktionsmenge (Betriebsoptimum)



Grenzkosten < gesamte Durchschnittskosten
bedeutet sinkende Durchschnittskosten
Zusätzlicher Output zu niedrigeren zusätzlichen Kosten produziert


Grenzkosten > gesamte Durchschnittskosten
bedeutet steigende Durchschnittskosten
Zusätzlicher Output zu höheren zusätzlichen Kosten produziert


Grenzkostenkurve =  schneidet die gesamte Durchschnittskostenkurve im
Betriebsoptimum


Veranschaulichung



(1)
(2)
(3)
(4)
Anzahl
Fixkosten
Variable Kosten
Grenzkosten
0
1000
0
-
1
1000
500
500
2
1000
1100
600
3
1000
1800
700
4
1000
2600
800
5
1000
3500
900

-→Grenzkosten und Durchschnittskosten FORMEL


Betriebsoptimum
GK=DK


KOSTENFUNKTION EIGENSCHAFTEN

  • Steigende Grenzkosten bei (hinreichend starker) Erhöhung des Outputniveaus
  • Durchschnittliche Gesamtkostenkurve ist U-förmig
  • Grenzkostenkurve schneidet die Kurve der Durchschnittskosten in ihrem Minimum

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